Bericht von Irmgard Busser, die im November 2010 mit einer rechtsseitigen Gesichtslähmung (Fazialisparese) zu mir kam.

18.11.2009

Frau von Hasselbach behandelt mich mit Gesang, während sie meine Füsse hält.

Ich spüre, wie die Energie langsam über die Beine ins Becken strömt, irgendwann erreicht sie mein Gesicht. Die Strömung durchflutet meine linke Seite, hebt die Einseitigkeit auf. Ich spüre meine Lippen als Einheit, lächle beidseitig. Kann das sein?
Auf meine spätere Frage sagt sie: "Nein, das Lächeln ist von außen noch nicht zu sehen".

19.11.2010

Heute spüre ich bei der Behandlung besonders den linken Oberkiefer, das Lächeln zieht nach außen und auch nach oben. Es ist, als hätte der Unterkiefer klick gemacht, Spannung losgelassen.
Ich spüre auch meine Jochbeine schwingen. Die Töne muten indianisch an. Ich habe das Gefühl, als würde ich meine Flügel ausbreiten und fliegen. Nun ist die Veränderung auch sichtbar.

Nach einer weiteren Behandlung war die Lähmung aufgehoben.


Craniosacraltherapie bei Irmela von Hasselbach

Geschehen und Wirkungsweise aus Patientensicht.

Während der Behandlung geschieht scheinbar sehr wenig und doch sehr viel: Die Behandelnde berührt den Patienten mit gezielten Griffen an bestimmten Körperstellen. So hält sie beispielsweise die Füße des Patienten, legt ihre Finger auf dessen Wangenknochen, oder eine Hand unter das Becken. In jeder dieser Stellungen verharrt sie mehrere Minuten, was dem Patioenten sehr lange vorkommt.
Dabei nimmt sie wie ein Resonanzkörper feinste Schwingungen, Bewegungen oder auch deren Ausbleiben im Körper des Patienten auf. Wie in einem Spiegel werden dem Patienten dadurch Körpervorgänge bewusst, die normalerweise unterhalb der Bewusstseinsschwelle bleiben, wie zum Beispiel feinste Muskelbewegungen oder Verspannungen. Er kommt in die Lage, Haltungen und Bewegungen wahrzunehmen, die sonst unbewusst geblieben wären. Zuweilen verstärken sich die zunächst ganz feinen Schwingungen wie ein Hochschaukeln von Wellen in einem Gefäß, so dass aus
einer zunächst unmerklichen schließlich eine großräumige Bewegung wird. Die Behandelnde vollzieht diese Bewegungen dann mit, d.h. unterstützt den Körper des Patienten ohne zu manipulieren.
Während und unmittelbar nach der Behandlung verschwinden oft schon aktue Schmerzen oder körperliches Unbehagen. Handelt es sich nicht um einen vorübergehenden Zustand, sondern eine schon länger verfestigte chronische Fehlhaltung, kehrt sie später allerdings gern noch zurück, so dass weitere Behandlungen nötig werden, bis der Körper die neuen Anspannungs-Entspannungs-Muster wirklich gelernt hat.
Als Langzeiteffekt nach einer Reihe von Behandlungen ist der Organismus sensibler für seine inneren Vorgänge geworden. Er kann beispielsweise Verspannungen loslassen oder durch leichte rhythmische Bewegung seiner Muskulatur auflösen. In vielen Fällen scheint der Körper dies auch autonom, d.h. ohne Beteiligung des Willens, zu tun.
In jedem Fall kommt der Patient in die Lage, bewusster mit seinem Körper umzugehen. Bei neuen Belastungen oder veränderten Lebenssituationen steuert er von selbst aufkommende Verspannungen an, bevor sie zu Schmerzzuständen werden.


Versuch einer wissenschaftlichen Beurteilung


Es dürfte deutlich geworden sein, dass die Wirkung der beschriebenen Craniosacraltherapie eine unspezifische ist. Insofern verwundert es nicht, dass die Methode für die unterschiedlichsten Indikationen empfohlen wird. Allgemein ist ein positiver Effekt sicherlich bei allen solchen körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen zu erwarten, bei denen Blockaden und Anspannungen ursächlich beteiligt sind. Beispielsweise werden so Heilungsprozesse von Verletzungen und Wunden unterstützt.

Aus wissenschaftlicher Sicht fällt auf, dass in empirischen Studien, die zu bestimmten Indikationen durchgeführt wurden, häufig keine signifikanten Effekte der Craniosacraltherapie nachgewiesen werden konnten. Es dürfte bei der beschriebenen Phänomenologie allerdings klar geworden sein, dass eine Stimmigkeit von Therapeut und Patient eine wesentliche Rolle für den Behandlungserfolg spielt. Insofern stellt die Therapeut-Patient-Interaktion eine Varianzquelle dar, die bei der Betrachtung von Mittelwerten über eine Vielzahl von Therapeuten und Patienten die Effekte unter die statistische Nachweisgrenze sinken lassen. Eine Studie, die solche Interaktionseffekte analysiert, steht bislang noch aus.

Insofern kann jeder Betroffene, der unter entsprechenden Beschwerden leidet, nur ermutigt
werden, seine eigene empirische Untersuchung in Form einer Probebehandlung durchzuführen.

Prof. Dr. Gisela Müller-Plath
Psychologie Neuer Medien und Methodenlehre
Institut für Psycholoie und Arbeitswissenschaften                                  
Technische Universität Berlin


März 2013

Seit über einem Jahr gehe ich regelmäßig zur Craniosacraltherapie zu Frau von Hasselbach.

Jedes Mal erlebe ich durch die Behandlung einen tiefen Entspannungszustand, der in der
Regel mindestens einen Tag anhält. Dabei kommt es nicht nur zu einem Gefühl körperlicher
Ruhe und Entspannung, sondern auch tiefer seelischer Stille und Gelassenheit.
Besonders eindrücklich war eine Erfahrung im letzten Jahr, als ich plötzlich an einer
idiopathischen Facialisparese (Gesichtsnervenlähmung) erkrankte. Da ich selbst Neurologe
bin, weiß ich, dass die schulmedizinische Behandlung von einer mindestens 4 bis 6 wöchigen
langsamen Rückbildung, meist unter der Medikation von Prednisolon, ausgeht.
Um so mehr war ich überrascht und entlastet, als nach zwei Behandlungen bei Frau von
Hasselbach innerhalb von drei Tagen die Lähmungserscheinungen zu 80 Prozent
zurückgegangen waren und nach einer Woche „nichts mehr zu sehen war".
Möglicherweise trug zu dieser schnellen Heilung auch bei, dass Frau von Hasselbach in
diesem Fall die Craniosacraltherapie-Behandlung durch ihre Stimme (,,Heilsingen")
unterstützte. (Beim ,,Heilsingen" nimmt der Behandler intuitiv etwas von dem in dem
Symptom gebundenen unbewusst gebliebenen Schmerz auf und kann es durch die Stimme
ausdrücken und ,,ableiten".)

So musste der Schulmediziner in mir Shakespeare recht geben, dass es ,,mehr zwischen
Himmel und Erde gibt, als unsere Schulweisheit uns träumen lasst".

Dipl.-Med. Gerold Hiebsch
Arzt für Psychiatrie und Neurologie
Arzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie